Spracherkennung sparte 200.000 Euro (CIO.de)

In der Sozialverwaltung der dänischen Gemeinde Fredericia verfassen die Mitarbeiter seit einigen Monaten ihre Texte nicht mehr mit der Tastatur sondern mit ihrer Stimme.

48.000 Einwohner leben in der Gemeinde Fredericia an der Ostküste der Halbinsel Jutland in Süddänemark. Im öffentlichen Dienst arbeiten derzeit rund 4.500 Menschen, Sie sind in der Kinder- und Altenbetreuung, im Jobcenter, in Büchereien und bei sozialen Diensten beschäftigt. Die Kommune von Fredericia überlegt stets, wie sie Kosten einsparen kann, ohne dass ihre Dienste darunter leiden. In absehbarer Zeit werden zahlreiche Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, deren Stellen nicht neu besetzt werden können. Die Anzahl der Verwaltungsangestellten wird abnehmen, während zugleich mehr Bürger Unterstützung benötigen.

Die Gemeindeverwaltung suchte nun nach Möglichkeiten, wie sie den Arbeitszeitanteil für Verwaltungsaufgaben im öffentlichen Dienst zugunsten produktiverer Tätigkeiten verringern könnte. Nun führte sie in Zusammenarbeit mit IBM Global Business Services eine Spracherkennungsplattform von Nuance Communications ein.

Marianne Rasmussen, Direktorin der Abteilung Wirtschaft, IT und Bürgerdienste, berichtete nach einigen Monaten Praxisbetrieb von „deutlichen Effizienzgewinnen“ durch das Projekt. „Bis jetzt haben wir etwa 1,5 Millionen Kronen (über 200.000 Euro, Anm. der Red.) eingespart“, sagte Rasmussen. Einen Teil der realisierten Einsparungen dürfen die Abteilungen selbst behalten, sie dürfen auch über die Verwendung der eingesparten Gelder bestimmen. Lesen Sie mehr dazu unter www.enterprisecioforum.de.

Mit der neuen Lösung habe sich die Anzahl der Wörter, die ein Mitarbeiter an einem durchschnittlichen Arbeitstag pro Minute erfassen kann, von 59 auf 205 erhöht. „Wir können mit der Spracherkennung schneller arbeiten. Dadurch bleibt uns mehr Zeit für Gespräche mit Bürgern“, sagte Rasmussen. Durch die gestiegene Effizienz könne man auf längere Sicht mehr Fälle betreuen. mehr

Stuttgart hat schnellsten Rechner Europas (CIO.de)

Die Kosten von 22,5 Millionen Euro für die Hardware des ersten Installationsschrittes und die Betriebskosten von etwa zwei Millionen Euro pro Jahr werden durch Investitionen für eine energieeffiziente Infrastruktur flankiert.

Auf der neuen Top 500-Liste der weltschnellsten Supercomputer hat das Rechensystem HERMIT (auf deutsch: der Einsiedler) am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) den 12. Platz in der Gesamtwertung erreicht und ist damit der schnellste Rechner in Deutschland sowie der schnellste zivil genutzte Rechner Europas. Das teilte voller Stolz die Universität Stuttgart mit.

Das durch den Experten für Höchstleistungsrechnen Professor Hans Meuer initiierte, halbjährlich erscheinende Ranking zeigt die Rechnergeschwindigkeit auf der Basis eines Programms zum Lösen von Gleichungssystemen auf. Der sogenannte „High Performance LINPACK Benchmark“, läuft dabei auf dem gesamtem System über mehrere Stunden. Lesen Sie mehr dazu unter www.enterprisecioforum.de.

Deutschlands schnellster Superrechner trat seinen Dienst am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart nach intensiven technischen Vorbereitungen am 31. Oktober dieses Jahres an. Die Maschine arbeitet unter dem Namen HERMIT schneller als alle anderen Systeme in Deutschland Rechenzyklen aus Forschungsbereichen wie Automobil, Energie, Umwelt und Gesundheit ab.

„Mit der neuen Infrastruktur und dem Petaflopsrechner des HLRS auf der einen Seite und den drei neuen Forschungsgebäuden für das Visualisierungsinstitut VISUS, das Exzellenzcluster SimTech für Simulationstechnologien und das HLRS auf der anderen Seite wird die Universität Stuttgart zum mit Abstand führenden Wissenschaftszentrum für Simulation Technology in Deutschland und nimmt auch in Europa eine Spitzenstellung ein“, sagte Professor Wolfram Ressel, der Rektor der Uni Stuttgart.
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Die 6 Online-Nutzertypen (CIO.de)

In zwei Studien untersuchen D21 und der Münchener Kreis die Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland und der Welt und geben einen Ausblick in die Zukunft.

In der bereits dritten Neuauflage der Studie „Die digitale Gesellschaft in Deutschland – sechs Nutzertypen im Vergleich“ lässt die Initiative D21 den Status der deutschen Gesellschaft auf dem Weg in die digitale Welt untersuchen. Dafür hat TNS Infratest 1.000 Telefoninterviews durchgeführt.

Ergebnis: Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland stagniert. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Datenschutz, Identitätsdiebstahl und Internetbetrug wahren die Deutschen ein distanziertes Verhältnis zu den digitalen Medien. Das Vertrauen in und der souveräne Umgang mit ihnen sind kaum gestiegen: Nach wie vor können laut Studie erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung als „Digital Souveräne“ bezeichnet werden – das ist nur eine Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr.

Auch gab es kaum Bewegung zwischen den sechs identifizierten Nutzergruppen. Nur der Anteil der „Digitalen Außenseiter“ fiel um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent, während die Gruppe der „Trendnutzer“ um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent anstieg. Bei allen weiteren Gruppen („Gelegenheitsnutzer“ 28 Prozent, „Berufsnutzer“ sieben Prozent, „Digitale Profis“ zwölf Prozent und „Digitale Avantgarde“ fünf Prozent) konnten die Studienautoren keine Veränderungen messen. Somit ist noch immer der Großteil der deutschen Bevölkerung nicht Teil der digitalen Gesellschaft. Wenn man die Gruppen der „Digitalen Außenseiter“, der „Gelegenheitsnutzer“ und der „Berufsnutzer“ zusammenfasst, gelten 62 Prozent der Gesellschaft als „Digital wenig Erreichte“. Lesen Sie mehr dazu unter www.enterprisecioforum.de.

Demgegenüber stehen 38 Prozent der deutschen Bevölkerung, die laut Autoren in der digitalen Alltagswelt angekommen sind, sie sind die sogenannten „Digital Souveränen“ („Trendnutzer“, „Digitale Profis“ und „Digitale Avantgarde“). mehr

Wettrennen um De-Mail geht los (CIO.de)

Mentana-Claimsoft, Tochterunternehmen des Brief-Komplettdienstleisters Francotyp-Postalia, befindet sich derzeit im Akkreditierungsverfahren zum De-Mail-Provider. Und es sieht so aus, als ob das nur 30 Mann starke Unternehmen noch vor T-Systems und United Internet als erster De-Mail-Anbieter akkreditiert wird. Ein Gespräch mit Mentana-Claimsoft-Vorstand Axel Janhoff. mehr